Neujahrsempfang der CDU Extertal: Sicherheit, Verantwortung und Zukunft im Fokus

Von links: Landrat Meinolf Haase, Bürgermeister Christian Sauter, Generalmajor Andreas Henne, Gemeindeverbandsvorsitzende Claudia Meier, Bundestagsabgeordnete Kerstin ViereggeVon links: Landrat Meinolf Haase, Bürgermeister Christian Sauter, Generalmajor Andreas Henne, Gemeindeverbandsvorsitzende Claudia Meier, Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge

Mit einem gut besuchten Neujahrsempfang ist der CDU-Gemeindeverband Extertal in das politische Jahr gestartet. Ca. 150 Gäste aus Politik, Bundeswehr, Wirtschaft und Gesellschaft waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam auf das neue Jahr zu blicken und aktuelle Herausforderungen zu diskutieren.

Unter den Gästen befanden sich der Landrat Meinolf Haase, der Kreisvorsitzende der CDU Lippe Lars Brakhage, Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge, Bürgermeister Christian Sauter, Generalmajor Andreas Henne, stellvertretende Landrätin Birgit Tornau sowie Jörg Düning-Gast, Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe. Darüber hinaus nahmen Bürgermeister und stellvertretende Bürgermeister aus den umliegenden Kommunen, sowie Vertreter aus Wirtschaft und Kultur an der Veranstaltung teil.

In ihrer Begrüßung stellte die neue Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Claudia Meier, die kommunalpolitischen Schwerpunkte für Extertal vor. Dazu zählen insbesondere die Weiterentwicklung der Infrastruktur, die Digitalisierung, eine sichere Energieversorgung, die Mobilität sowie solide Gemeindefinanzen. Gleichzeitig wurde betont, dass politische Entscheidungen stets bürgernah und mit Blick auf die konkreten Auswirkungen vor Ort getroffen werden müssen.

Bürgermeister Christian Sauter berichtete über den Start der neuen Legislaturperiode nach seiner Wahl im vergangenen Jahr. Die Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung sei konstruktiv und zielgerichtet gestartet, sodass die Gemeinde trotz schwieriger Rahmenbedingungen optimistisch in die Zukunft blicken könne.

Auch die finanzielle Situation der Kommunen im Kreis Lippe wurde thematisiert. Landrat Meinolf Haase hob hervor, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kommunen sei, um trotz angespannter Haushaltslagen handlungsfähig zu bleiben. Gleichzeitig stellte er die Bedeutung einer starken Wirtschaft für stabile Lebensverhältnisse im Kreis heraus.

Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge gab einen Einblick in aktuelle bundespolitische Entwicklungen. Sie stellte Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung, zur Stärkung der inneren und äußeren Sicherheit sowie zur Modernisierung staatlicher Strukturen vor.

Sicherheitspolitische Lage: Vortrag von Generalmajor Andreas Henne

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der sicherheitspolitische Vortrag von Generalmajor Andreas Henne. In seinem Beitrag zeichnete er ein eindrucksvolles Bild der aktuellen sicherheitspolitischen Lage in Europa und der daraus resultierenden Herausforderungen für Deutschland.

Henne machte deutlich, dass sich die sicherheitspolitische Realität in den vergangenen Jahren grundlegend verändert habe. Neben klassischen militärischen Bedrohungen spiele heute insbesondere die sogenannte hybride Kriegsführung eine immer größere Rolle. Dazu zählen unter anderem Cyberangriffe auf Verwaltungen und Unternehmen, Spionage, Sabotage an kritischer Infrastruktur sowie gezielte Desinformation über digitale Plattformen und soziale Medien.

Vor diesem Hintergrund stellte Henne die Aufgaben der neuen Heimatschutzdivision der Bundeswehr vor. Diese soll Deutschland im Inland schützen und gleichzeitig zivile Behörden unterstützen. Zu den zentralen Aufgaben gehören unter anderem der Schutz kritischer Infrastruktur, die Sicherstellung militärischer Mobilität sowie Amtshilfe bei Naturkatastrophen oder anderen Krisenlagen.

Gleichzeitig betonte der Generalmajor, dass Sicherheit heute nicht mehr allein durch das Militär gewährleistet werden könne. Vielmehr sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Polizei, Katastrophenschutz, Feuerwehren, Kommunen und weiteren zivilen Organisationen erforderlich. Eine widerstandsfähige Gesellschaft, sogenannte „Resilienz“ beginne letztlich vor Ort in den Städten und Gemeinden.

Sein Fazit lautete daher: Freiheit und Sicherheit seien keine Selbstverständlichkeit. Sie müssten aktiv geschützt und gemeinsam getragen werden, durch staatliche Institutionen ebenso wie durch eine engagierte und verantwortungsbewusste Gesellschaft.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie eng Themen wie kommunale Handlungsfähigkeit, wirtschaftliche Stabilität und Sicherheit miteinander verbunden sind. Der Neujahrsempfang bot damit nicht nur einen gelungenen Jahresauftakt, sondern auch eine wichtige Plattform für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Perspektiven für die Zukunft der Region.

Zum Abschluss galt ein besonderer Dank allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.